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Fische & Aquarien · Artenporträt · Süßwasserfische

Neonsalmler halten: Schwarm, Pflanzen und Wasserwerte

Neonsalmler fallen durch ihren leuchtend blauen Streifen und die rote Zeichnung auf. In der Gruppe ziehen sie durch offene Bereiche des Aquariums und verschwinden zwischendurch wieder zwischen den Pflanzen. Dort finden die kleinen Fische Deckung, während die freien Wasserflächen Platz zum Schwimmen bieten.

Paracheirodon innesi stammt aus südamerikanischen Gewässern. Der ähnlich benannte Rote Neon ist Paracheirodon axelrodi und hat teilweise andere Ansprüche an Temperatur und Wasser. Beim Kauf sollte daher der wissenschaftliche Name auf der Bestellung stehen, nicht nur „Neon“.

Paracheirodon innesi

Neonsalmler mit blauem und rotem Streifen
Gruppe
Für einen Schwarm von acht bis zehn Neonsalmlern ist ein etwa 60 cm langes, eingefahrenes Aquarium eine praktische Planung.
Wasser
Die Fischdatenbank FishBase nennt 20 bis 26 °C. Neonsalmler brauchen weiches, leicht saures Wasser mit stabilen Werten.
Gesellschaft
Große Fische können Neonsalmler fressen, auch wenn sie sonst friedlich erscheinen.

Den Neonsalmler richtig erkennen

FishBase nennt für den Neonsalmler bis zu 2,5 cm Körperlänge ohne Schwanzflosse. Die schlanke Form, der blaue Streifen und rote Anteile machen Paracheirodon innesi gut erkennbar. Im Becken zählen die Bewegungen des ganzen Schwarms: Die Fische schwimmen gemeinsam durch offene Bereiche und ziehen sich zwischen Pflanzen zurück.

Aquarium Industries, ein australischer Anbieter von Aquaristikprodukten, führt Neonsalmler und Rote Neonsalmler als getrennte Arten. Letzterer heißt Paracheirodon axelrodi. Die University of Florida beschreibt weiches, leicht saures Wasser in den natürlichen Lebensräumen und bei der Zucht von P. innesi. Im Aquarium sollten die Werte regelmäßig gemessen und größere Veränderungen vermieden werden.

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Wie viele Neonsalmler gehören zusammen?

Aquarium Industries empfiehlt mindestens sechs Neonsalmler. Acht bis zehn Tiere bilden in einem passenden, länglichen Becken einen gut beobachtbaren Schwarm. Wer weitere Arten halten möchte, muss deren Platz und Filterbelastung in die Planung einrechnen. Die Neonsalmler sollten gemeinsam als vollständige Gruppe einziehen.

Pflanzen geben Deckung; dazwischen braucht der Schwarm freie Wege. Bleibt ein Tier dauerhaft abseits, versteckt oder ohne Futter, sollten Wasserwerte, Mitbewohner und die Gruppengröße geprüft werden.

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Pflanzen und offene Schwimmzone kombinieren

FishBase nennt 60 cm als Mindestlänge für ein Neonsalmler-Aquarium. Ein etwa 60 cm langes Becken mit ungefähr 60 Litern ist daher ein greifbarer Ausgangspunkt für acht bis zehn Tiere ohne weiteren Besatz. Pflanzen an Seiten und Rückwand bieten Schatten; die Mitte bleibt frei zum Schwimmen. Ein Filter soll das Wasser bewegen, ohne den Schwarm durchgehend in eine starke Strömung zu drängen.

Vor dem Einzug sollten Dekoration und Bepflanzung fertig sein. Ein späterer Umbau kann Verstecke entfernen und die Gruppe unnötig aufscheuchen. Beim Einsetzen neuer Tiere ist eine behutsame Anpassung an Temperatur und Wasserchemie wichtig. Aus dem Transportbeutel sollte möglichst wenig fremdes Wasser in den eigenen Bestand gelangen.

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Weiches Wasser und ein eingefahrener Filter

FishBase nennt für Neonsalmler 20 bis 26 °C. Im Aquarium eignet sich eine stabile Temperatur innerhalb dieses Bereichs, zusammen mit weichem, leicht saurem Wasser. Vor dem Kauf sollten Temperatur, pH-Wert und Härte des eigenen Wassers gemessen werden. Der pH-Wert beschreibt, wie sauer oder alkalisch Wasser ist. Die Gesamthärte hängt vor allem von seinem Gehalt an Calcium- und Magnesiumsalzen ab. Größere Änderungen werden schrittweise vorgenommen, damit die Fische sich anpassen können.

Vor dem Einzug sollte der biologische Filter tierlos eingefahren sein. Dafür wird ein Aquarienprodukt als Ammoniakquelle nach Anleitung dosiert. Ammoniak und später Nitrit steigen zunächst an; nach jeder gemäß Anleitung dosierten Belastung sollten beide Stoffe innerhalb des vorgesehenen Prüfablaufs wieder auf null sinken. Nach dem Besatz zeigen regelmäßige Tests, ob Filter und Futtermenge zum Schwarm passen. Teilwasserwechsel entfernen gelöste Stoffe.

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Futter muss in kleine Mäuler passen

Ein fein zerkleinertes vollständiges Flocken- oder Granulatfutter kann die Grundlage sein. Gelegentlich eignen sich kleine lebende oder gefrorene Futtertiere wie Wasserflöhe. Größere Brocken sinken ungenutzt zu Boden oder werden nur von größeren Mitbewohnern gefressen.

Mehrere kleine Futtergaben an verschiedenen Punkten helfen zu sehen, ob die ganze Gruppe frisst. Reste sollten vor dem Zerfall entfernt werden. Ein Tier, das wiederholt nicht ans Futter kommt, kann durch Konkurrenz, Krankheit oder ungünstige Strömung beeinträchtigt sein; die Beobachtung sollte mit Wasserwerten verbunden werden.

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Größe und Wasseransprüche der Nachbarn prüfen

Der britische Aquaristik-Fachverband OATA warnt davor, kleine Salmler mit Fischen zu halten, die sie fressen können. Auch ein ruhiger großer Fisch bleibt ein Risiko, wenn ein Neonsalmler ins Maul passt. Sehr lebhafte Arten können die Gruppe dauernd aus den Pflanzen treiben.

Mitbewohner sollten außerdem dieselben Temperaturen und eine ähnliche Wasserhärte vertragen. Ein Guppybecken mit deutlich härterem Wasser ist nicht automatisch eine gute Ergänzung für Neonsalmler. Vor einer gemeinsamen Haltung sollten deshalb die gemessenen Wasserwerte, das Verhalten und der Platzbedarf beider Gruppen abgeglichen werden.

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Farbe, Atemrhythmus und Zusammenhalt verfolgen

Kurzzeitiges Blasserwerden kann mit Licht und Stress zusammenhängen. Anhaltend matte Farbe, abweichendes Schwimmen, geklemmte Flossen, weiße Stellen oder ein Tier, das sich von der Gruppe trennt, verdienen jedoch eine zeitnahe Prüfung. Deutliche Atemnot oder schwere Schwäche braucht sofortige fischkundige Hilfe.

Bei Problemen sollten zuerst Temperatur, Ammoniak, Nitrit und Filterfunktion gemessen werden. Neue Fische können Erreger einschleppen; eine getrennte Beobachtung vor dem Einsetzen senkt das Risiko für einen bestehenden Schwarm. Datiertes Bildmaterial und Messwerte helfen bei der tierärztlichen Einordnung.

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Häufige Fragen

Wie viele Neonsalmler sollte ich nehmen?

Aquarium Industries empfiehlt mindestens sechs. In einem etwa 60 cm langen, eingefahrenen Becken mit ungefähr 60 Litern können acht bis zehn Tiere ohne weiteren Besatz eine praktische Startgruppe sein. Für zusätzliche Arten braucht es mehr Platz und passende Wasserwerte.

Ist der Rote Neon dieselbe Art?

Nein. Der Rote Neon heißt Paracheirodon axelrodi. Wissenschaftliche Namen verhindern Verwechslungen beim Kauf und bei der Suche nach passenden Wasserwerten.

Warum versteckt sich ein Neonsalmler?

Deckung zwischen Pflanzen ist normal. Dauerhaftes Absondern, ausbleibende Futteraufnahme oder auffällige Atmung sollte zusammen mit Wasserwerten und dem Verhalten der anderen Fische geprüft werden.

Quellen und Bildnachweis

Foto: Neonsalmler Paracheirodon innesi.jpg · Holger Krisp · CC BY 3.0. In WebP umgewandelt; Motiv unverändert.

Foto: Paracheirodon innesi (aka).jpg · André Karwath aka Aka · CC BY-SA 2.5. In WebP umgewandelt; Motiv unverändert.

Foto: NeonTetra.JPG · Corpse89 · CC BY-SA 3.0. In WebP umgewandelt; Motiv unverändert.

Foto: Paracheirodon innesi group.jpg · Brandy Dopkins · CC BY-SA 2.0. In WebP umgewandelt; Motiv unverändert.

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