Spitzartiger Wach- und Begleithund
Chow-Chow
Der Chow-Chow ist ein meist ruhiger, eigenständiger Hund aus China mit dichtem Fell und blau-schwarzer Zunge. Er baut eine enge Bindung zu vertrauten Menschen auf. Fremde sollte er in Ruhe kennenlernen können; Fell, Haut und Augen brauchen regelmäßige Pflege und Kontrolle.
Auf einen Blick
- Größe
- Mittel
- Schulterhöhe
- 46 bis 56 cm
- Gewicht
- 20 bis 30 kg
- Lebenserwartung
- unter 10 JahreRasseporträt des britischen Hundeverbands Royal Kennel Club
- Aktivität
- Moderat
- Fellpflege
- Täglich
- Training
- Geduld & klare Anleitung
- Hundeerfahrung
- Erfahrung empfohlen
Nähe auf seine Weise
Der Chow-Chow blickt auf eine lange Geschichte als Wach- und Arbeitshund in China zurück. Zu vertrauten Menschen baut er oft eine enge Bindung auf, während er Fremden zunächst zurückhaltend begegnet. Gib ihm bei einer Begrüßung Platz und lass ihn selbst näherkommen. Besucher sollten ihn nicht bedrängen oder ungefragt umarmen.
Bei jungen Hunden sind viele angenehme Erfahrungen mit Menschen, Verkehr und anderen Hunden wichtig. Lass sie beobachten, belohne gelassenes Verhalten und zwinge keinen Kontakt. Trainiere trotzdem Alltagssignale wie Kommen, Warten und das freiwillige Hergeben eines Gegenstands. Die britische Tierschutzorganisation PDSA empfiehlt erfahrene Halter und belohnungsbasiertes Training. Harte Korrekturen helfen bei einem eigenständigen Hund kaum, zuverlässig mit dir zusammenzuarbeiten.
Alltag und Haltung
PDSA empfiehlt mindestens eine Stunde Bewegung am Tag, auf zwei oder mehr Wege verteilt. Der Chow braucht keine dauernden Sprintspiele, aber Zeit zum Gehen, Schnüffeln und Erkunden. Übe auf den Wegen kurze, verständliche Aufgaben: an einer Kreuzung warten oder bei einem entgegenkommenden Hund zu dir schauen. Das hält ihn ansprechbar, ohne jede Runde in eine Lektion zu verwandeln.
Sein dichtes Fell macht Hitze zu einem wichtigen Alltagsthema. An warmen Tagen gehst du früh oder spät, nimmst Wasser mit und suchst Schatten. Hechelt er in der Wärme auffällig stark oder wirkt er schwach, brich die Aktivität ab, bring ihn in den Schatten und beginne, seinen Körper mit kühlem Leitungswasser zu kühlen. Halte Wasser von Nase und Maul fern und ruf sofort die Tierarztpraxis an. Ein Hitzschlag kann sich schnell verschlimmern. Wegen seiner Zurückhaltung sollte er nicht ständig von Fremden angefasst werden. Ein ruhiger Platz zu Hause und planbare Abläufe helfen, auch wenn Besuch kommt.
Allein zu Hause bleiben
Alleinbleiben lernt ein Hund Schritt für Schritt. Die RSPCA empfiehlt, Hunde höchstens vier Stunden am Stück allein zu lassen. Welpen und Hunde, die beim Alleinsein unruhig werden, brauchen kürzere Abwesenheiten und behutsames Üben. Wenn du länger weg bist, organisiere eine Betreuung.

Pflege im Alltag
Es gibt eine lange und eine kurze Fellvariante, beide mit dichter Unterwolle. Beim langhaarigen Chow bildet das Haar eine auffällige Halskrause; das Kurzhaar ist ebenfalls plüschig und dicht. PDSA empfiehlt tägliches Bürsten. Geh schichtweise vor, besonders am Hals, hinter den Ohren und an den längeren Haaren der Beine. Nur die Oberfläche glattzustreichen lässt Knoten nahe der Haut zurück. Im Fellwechsel kommt viel Unterwolle heraus.
Sieh bei der Pflege auch in die Hautfalten und um die Augen. Feuchtigkeit und Reibung können unter dem Fell verborgen bleiben. Halte Falten sauber und trocken, ohne die Augen zu reizen. Wenn der Hund blinzelt, sich am Gesicht reibt oder eine Stelle nässt, braucht er eine tierärztliche Untersuchung. Das Fell darf nicht so üppig sein, dass es Sehen, Laufen oder Kühlung behindert.

Größe und Körperbau
Der Chow-Chow ist kompakt, kräftig und breitbrüstig. Kleine, aufrecht stehende Ohren, eine hoch über dem Rücken getragene Rute und die blau-schwarze Zunge machen ihn unverwechselbar. Der britische Standard nennt 48 bis 56 cm Schulterhöhe für Rüden und 46 bis 51 cm für Hündinnen; PDSA gibt etwa 20 bis 30 kg an. Möglich sind unter anderem rote, schwarze, cremefarbene und blaue Fellfarben.
Die Hinterbeine sind relativ gerade, wodurch sein Schritt kürzer wirkt als bei vielen anderen Hunden. Er soll dennoch frei, ohne Schmerzen und ohne sichtbare Atemnot laufen können. Ein besonders massiger Körper, zu viele Falten oder Augen, die unter Haut verdeckt sind, sind kein Qualitätsmerkmal. Schau einen erwachsenen Hund beim Gehen an, bevor du dich nur vom Welpenfell begeistern lässt.
Gesundheit
Der Royal Kennel Club empfiehlt Hüft- und Ellbogenbewertungen sowie Augenuntersuchungen der Zuchttiere. Besonders wichtig ist Entropium: Dabei rollt ein Lid nach innen und Haare scheuern auf der Hornhaut. Ein Chow, der ständig blinzelt, tränt oder das Auge zukneift, hat möglicherweise Schmerzen und sollte rasch untersucht werden. Frage nach den Augenbefunden beider Eltern und achte selbst darauf, ob die Augen klar und frei liegen.
PDSA nennt außerdem Probleme mit dem Kreuzband im Knie, Schilddrüsenunterfunktion und Magendrehung als mögliche Risiken. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion fehlen Hormone, die unter anderem den Stoffwechsel steuern. Wiederholtes Hinken, auffällige Müdigkeit oder Gewichtszunahme ohne mehr Futter gehören tierärztlich abgeklärt. Eine Magendrehung ist dagegen ein sofortiger Notfall: Erfolgloses Würgen, ein plötzlich aufgeblähter Bauch oder starke Unruhe mit Bauchschmerzen können Warnzeichen sein. Kontaktiere sofort den tierärztlichen Notdienst und fahre zur Behandlung. Warte nicht darauf, dass alle Zeichen gemeinsam auftreten oder der Bauch sichtbar anschwillt.
Für wen passt diese Rasse?
Kann gut passen, wenn …
- Du respektierst einen eigenständigen Hund und kannst Begegnungen ruhig gestalten.
- Du hast täglich Zeit für Bewegung und sehr regelmäßige Fell- und Augenpflege.
Kann schwieriger sein, wenn …
- Du möchtest einen Hund, der jede fremde Person sofort freudig begrüßt und viel Anfassen genießt.
- Du könntest Augen und Haut nicht regelmäßig kontrollieren oder bei schmerzhaftem Gang und verdeckten Augen tierärztlichen Rat holen.
Ähnliche Bedürfnisse, andere Hunde.
Ausgewählt nach übereinstimmenden Angaben zu Größe, Aktivität, Pflege und Training.
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Der Basset Hound ist ein geselliger Jagdhund. Er wirkt zu Hause oft gemütlich, kann draußen aber einer Fährte ausdauernd folgen. Plane Spaziergänge mit Zeit zum Schnüffeln ein und halte ihn an Straßen und in offenem Gelände an der Leine.
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Der Mittelspitz ist wach und lebhaft. Er bemerkt Besuch an der Haustür oder Schritte im Treppenhaus und bellt dann oft. Sein dichtes Fell braucht regelmäßige Pflege.
Hütehund
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Der Bearded Collie ist ein fröhlicher, beweglicher Hütehund mit langem Fell. Er begleitet seine Menschen gern auf Spaziergängen. Für sein dichtes Fell solltest du außerdem täglich Zeit zum gründlichen Kämmen einplanen.
Quellen und Bildnachweis
- Teaching your dog to be left alone
In diesem Porträt verwendet für: Allein zu Hause bleiben
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