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Schweißhunde

Bayerischer Gebirgsschweißhund

Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist ein spezialisierter Jagdhund mit kurzem, dichtem Fell und dunklen Ohren. Er wird vor allem für die Nachsuche eingesetzt, also das Aufspüren von verletztem Wild. Er arbeitet konzentriert und baut eine enge Beziehung zu seinem Menschen auf. Wer einen solchen Hund halten möchte, sollte seine Ausbildung und die spätere Arbeit früh mit erfahrenen Haltern oder dem Rasseklub besprechen.

Größe: MittelAktivität: HochFellpflege: Wöchentlich

Auf einen Blick

Größe
Mittel
Schulterhöhe
44 bis 52 cm
Gewicht
17 bis 30 kg
Lebenserwartung
über 10 Jahre
Aktivität
Hoch
Fellpflege
Wöchentlich
Training
Geduld & klare Anleitung
Hundeerfahrung
Erfahrung empfohlen

Konzentrierte Nasenarbeit und eine enge Beziehung zum Menschen

Das Wort Schweiß hat im jagdlichen Sprachgebrauch eine besondere Bedeutung: Es meint Blut des Wildes. Ein Schweißhund folgt den Gerüchen und Spuren eines verletzten Tieres. Nachsuche bezeichnet diese Suche nach Wild, das etwa nach einem Unfall oder einer Verletzung nicht sofort gefunden wurde. Der Hund arbeitet dabei mit seinem Menschen zusammen und muss auch schwierigen Spuren ausdauernd folgen können.

Der internationale Standard beschreibt den Bayerischen Gebirgsschweißhund als ruhig, ausgeglichen und seiner Bezugsperson eng verbunden. Fremden gegenüber kann er zurückhaltend sein. Beim Kennenlernen sollte er deshalb Zeit bekommen, sich einem Menschen von selbst zu nähern. Seine konzentrierte Arbeitsweise bedeutet auch, dass interessante Gerüche draußen lange Aufmerksamkeit beanspruchen können. Training sollte seine Fähigkeiten nutzen und ihm verständlich zeigen, welches Verhalten gerade gefragt ist.

Alltag und Haltung

Die Haltung sollte von seiner Aufgabe als Nachsuchenspezialist ausgehen. Lange Spaziergänge sind ein Teil des Alltags, doch die fachkundige Ausbildung und regelmäßige passende Arbeit haben bei dieser Rasse einen besonderen Stellenwert. Der deutsche Rasseklub richtet seine Vermittlung entsprechend auf die spätere Arbeit aus und begleitet neue Mitglieder durch Schulung und einen erfahrenen Paten.

Auch ein Arbeitshund sollte im Alltag gut zur Ruhe kommen können. Ein ungestörter Schlafplatz und angenehm aufgebaute Pflegeroutinen helfen dabei. Kurze Übungen zur Leinenführung und zum Zurückkommen lassen sich in ruhiger Umgebung beginnen. Sobald eine Wildspur interessant wird, sollte die Leine verhindern, dass der Hund selbstständig loszieht. Für freie Bewegung kommt eine geeignete, sicher eingezäunte Fläche infrage.

Bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierschutz sollte die Planung seine tatsächliche Vorgeschichte berücksichtigen. Erfrage, ob er jagdlich gearbeitet hat, weshalb er abgegeben wurde und welche Beschäftigung er bisher kannte. Besprich mit dem Vermittler und einem erfahrenen Rassekenner auch, wie der Hund mit längeren Ruhezeiten zurechtkommt. So lässt sich einschätzen, welche Betreuung und Beschäftigung dieser Hund künftig braucht.

Allein zu Hause bleiben

Alleinbleiben lernt ein Hund Schritt für Schritt. Die RSPCA empfiehlt, Hunde höchstens vier Stunden am Stück allein zu lassen. Welpen und Hunde, die beim Alleinsein unruhig werden, brauchen kürzere Abwesenheiten und behutsames Üben. Wenn du länger weg bist, organisiere eine Betreuung.

Pflege im Alltag

Das kurze, dichte Fell sollte regelmäßig gebürstet werden. Dabei lassen sich lose Haare entfernen und Haut sowie Pfoten ansehen. Nach Bewegung im Gelände solltest du besonders zwischen den Zehen nach kleinen Fremdkörpern suchen und die Beine auf Verletzungen kontrollieren. Auch ein wenig aufwendiges Fell braucht solche Aufmerksamkeit.

Die hängenden Ohren sollten regelmäßig auf Geruch, Ausfluss und sichtbare Reizung geprüft werden. Häufiges Kratzen oder Kopfschütteln sollte tierärztlich abgeklärt werden. Zur Zahnpflege eignen sich Hundezahnbürste und Hundezahnpasta. Gewöhnt sich der Hund in kurzen, belohnten Schritten an Berührungen an Pfoten, Ohren und Maul, werden Pflege und Untersuchungen leichter.

Kopf eines Bayerischen Gebirgsschweißhundes mit dunklen hängenden Ohren in Seitenansicht.
Ein Bayerischer Gebirgsschweißhund im Porträt.
Rotbrauner Bayerischer Gebirgsschweißhund steht auf blauem Boden bei einer Hundeausstellung.
Das kurze Fell eines Bayerischen Gebirgsschweißhundes.

Größe und Körperbau

Die Rasse entstand im späten 19. Jahrhundert aus der Verbindung von Hannoverschen Schweißhunden mit leichteren Jagdhunden des Gebirges. Ziel war ein beweglicher Hund für anspruchsvolles Gelände. 1912 wurde der deutsche Rasseklub gegründet. Laut internationalem Standard sind Rüden 47 bis 52 Zentimeter und Hündinnen 44 bis 48 Zentimeter hoch.

Der Klub gibt seine Welpen an Klubmitglieder ab und bietet Menschen, die erstmals einen solchen Hund ausbilden, Schulung und Begleitung durch einen Paten an. Wer Interesse hat, sollte deshalb früh mit dem Verein besprechen, welche Voraussetzungen, Ausbildung und spätere Arbeit erwartet werden. Ein Welpe sollte zugleich normalen Alltag kennenlernen: ruhige Kontakte zu Menschen, passende Hundebegegnungen, Autofahrten, Pflege und ausreichende Ruhe gehören dazu.

Bayerischer Gebirgsschweißhund steht nach rechts gewandt bei einer Ausstellung.
Ein Bayerischer Gebirgsschweißhund von der anderen Seite.

Gesundheit

Bei der Auswahl eines Welpen solltest du nach den Gesundheitsbefunden beider Eltern fragen. Der Royal Kennel Club führt für die Rasse eine Untersuchung der Hüften auf. Dabei geht es um Hüftdysplasie, eine Störung der Entwicklung des Hüftgelenks. Sie kann im Laufe des Lebens Schmerzen, Steifheit und Probleme beim Gehen verursachen. Untersuchungsergebnisse solltest du dir zeigen und erklären lassen.

Für die laufende Vorsorge sollte die Tierarztpraxis den Hund, seine Belastung und seine bisherigen Befunde kennen. Impfungen, Parasitenvorsorge, Zähne und Körpergewicht lassen sich so passend planen. Humpeln, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder ungewohnte Erschöpfung sollten untersucht werden. Ein kurzer Eintrag dazu, wann eine Veränderung begann und nach welcher Tätigkeit sie auftrat, erleichtert das Gespräch. Frühere Befunde sollten zusammen mit diesen Beobachtungen verfügbar bleiben.

Für wen passt diese Rasse?

Kann gut passen, wenn …

  • Der Bayerische Gebirgsschweißhund passt vor allem zu Menschen, die sich seiner spezialisierten Arbeit widmen und fachkundige Ausbildung sowie regelmäßige Aufgaben ermöglichen können.
  • Der Rasseklub begleitet die Ausbildung mit Schulungen und erfahrenen Paten. Vor einem Welpenkauf solltest du klären, welche Vorbereitung und spätere Arbeit er für seine Hunde erwartet.
  • Mit anderen Haustieren sollte das Zusammenleben anhand seiner bisherigen Erfahrungen geplant werden. Kleine Heimtiere sollten durch zuverlässige räumliche Trennung geschützt sein.

Darauf solltest du achten

  • Sein ruhiges Auftreten sollte bei der Rassewahl nicht dazu führen, die Anforderungen an Ausbildung und Arbeit zu unterschätzen.
  • Bei einem erwachsenen Hund, der aus einer jagdlichen Haltung übernommen wird, sollten Gesundheit, Vorgeschichte und künftige Beschäftigung besonders sorgfältig besprochen werden.

Ähnliche Bedürfnisse, andere Hunde.

Ausgewählt nach übereinstimmenden Angaben zu Größe, Aktivität, Pflege und Training.

Schweizer Treib- und Wachhund

Appenzeller Sennenhund

Mittel12 bis 14 Jahre

Der Appenzeller Sennenhund fällt durch sein dreifarbiges Fell und die eng über den Rücken gerollte Rute auf. Hinter diesem fröhlichen Erscheinungsbild steckt ein aufmerksamer Arbeitshund aus der Schweiz. Er bewegt sich gern, lernt schnell und nimmt Veränderungen in seiner Umgebung genau wahr. Zu ihm passen Menschen, die täglich mit ihm unterwegs sein möchten und ihm helfen können, bei Besuch oder Geräuschen ruhig zu bleiben.

Österreichischer Hof- und Begleithund

Österreichischer Pinscher

Mittel

Der Österreichische Pinscher ist ein lebhafter Hofhund, der seine vertrauten Menschen gern begleitet und Besuch aufmerksam bemerkt. Sein kurzes bis mittellanges Fell ist im Alltag gut zu pflegen. Bewegung, gemeinsame Aufgaben und ein ruhiger Umgang mit seinem Wachverhalten brauchen mehr Zeit. Begegnungen mit erwachsenen Hunden helfen einzuschätzen, ob seine Wachsamkeit und sein Temperament zum eigenen Alltag passen.

Jagdhund

Basenji

Mittelüber 12 Jahre

Der Basenji bellt selten, kann aber jodelnde Laute von sich geben. Draußen folgt er Gerüchen und bewegten Tieren schnell. Für Freilauf braucht er deshalb einen sicher eingezäunten Platz.

Quellen und Bildnachweis

  1. Teaching your dog to be left alone

    In diesem Porträt verwendet für: Allein zu Hause bleiben

  2. Welpen

    In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Größe und Körperbau, Für wen passt diese Rasse?

  3. Bayerischer Gebirgsschweißhund

    In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Größe und Körperbau, Für wen passt diese Rasse?

  4. Bayerischer Gebirgsschweißhund breed standard

    In diesem Porträt verwendet für: Größe / Gewicht, Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau, Für wen passt diese Rasse?

  5. Bayerischer Gebirgsschweißhund

    In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau, Gesundheit, Lebenserwartung, Für wen passt diese Rasse?

  6. Healthcare for your dog

    In diesem Porträt verwendet für: Pflege im Alltag, Gesundheit

  7. Dental disease in dogs

    In diesem Porträt verwendet für: Pflege im Alltag

  8. How to give your pet a health check at home

    In diesem Porträt verwendet für: Pflege im Alltag, Gesundheit

  9. Hip dysplasia screening scheme

    In diesem Porträt verwendet für: Gesundheit

  10. Caring for your puppy

    In diesem Porträt verwendet für: Größe und Körperbau

  11. Train your dog to come when called

    In diesem Porträt verwendet für: Alltag und Haltung, Größe und Körperbau, Für wen passt diese Rasse?

Bildnachweise

Seitenansicht · Deer Red Bavarian Mountain Hound.jpg · Antham1616 · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Fell und Merkmale · Posokowiec bawarski głowa profil 09u.jpg · Pleple2000 · CC BY-SA 3.0 · Bearbeitet

Fell und Merkmale · Baijerinvvk1.jpg · Canarian · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Seitenansicht · Baijerinvvk3.jpg · Canarian · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet