Jagdhund
Basenji
Der Basenji bellt selten, kann aber jodelnde Laute von sich geben. Draußen folgt er Gerüchen und bewegten Tieren schnell. Für Freilauf braucht er deshalb einen sicher eingezäunten Platz.
Auf einen Blick
- Größe
- Mittel
- Schulterhöhe
- 40 bis 43 cm
- Gewicht
- 9 bis 11 kg
- Lebenserwartung
- über 12 JahreRatgeber der britischen Tierschutzorganisation PDSA
- Aktivität
- Hoch
- Fellpflege
- Wöchentlich
- Training
- Geduld & klare Anleitung
- Hundeerfahrung
- Erfahrung empfohlen
Ein Jagdhund mit eigener Stimme
Basenjis wurden im Kongogebiet für die Jagd mit Nase und Augen genutzt. Aus dieser Herkunft kommt ein Hund, der kleine Bewegungen bemerkt und einer interessanten Spur schnell folgt. Er gilt als „belllos“, kann aber jodelnde und andere Laute von sich geben. Wer vor allem einen garantiert stillen Hund sucht, sollte sich deshalb nicht auf diesen Beinamen verlassen.
Viele Basenjis sind ihren vertrauten Menschen eng verbunden und bei Fremden zunächst zurückhaltend. Die Rasse lernt, entscheidet aber gern selbst, ob eine Aufgabe gerade lohnend ist. Verstecke ein Leckerchen in der Wohnung oder übe einen kurzen Rückruf mit einer guten Belohnung. So kann Training gelingen, ohne dieselbe Übung zwanzigmal zu wiederholen. Draußen bleibt der Jagdtrieb ein Thema, auch wenn der Hund zu Hause entspannt wirkt.
Alltag und Haltung
Die britische Tierschutzorganisation PDSA nennt ungefähr 60 bis 90 Minuten Bewegung am Tag. Spaziergänge mit wechselnden Wegen, Schnüffelpausen und kurze Spiele passen gut. Basenjis rennen gern; für Freilauf wähle einen wirklich sicher eingezäunten Platz. In der Nähe von Straßen und Wild ist eine Leine wichtig, weil der Hund bei einer Verfolgung die Umgebung leicht ausblendet.
Ein zuverlässig geübtes „Komm“ ist im Alltag besonders nützlich. Beginne drinnen, übe dann im Garten und erst später draußen mit Ablenkung. Kommt der Hund zurück, lohnt sich die Belohnung jedes Mal. Ein Basenji kann auch in einem kleineren Zuhause leben, wenn er draußen genug Bewegung bekommt; die Wohnungsgröße allein sagt wenig über die Qualität seines Tages aus.
Allein zu Hause bleiben
Alleinbleiben lernt ein Hund Schritt für Schritt. Die RSPCA empfiehlt, Hunde höchstens vier Stunden am Stück allein zu lassen. Welpen und Hunde, die beim Alleinsein unruhig werden, brauchen kürzere Abwesenheiten und behutsames Üben. Wenn du länger weg bist, organisiere eine Betreuung.

Pflege im Alltag
Das kurze, feine Fell liegt eng an und braucht wenig Pflege. Die PDSA hält einmal wöchentliches Bürsten meist für ausreichend, um lose Haare zu entfernen. Basenjis putzen sich oft selbst sehr gründlich, insbesondere an den Pfoten. Das spart etwas Fellarbeit, ersetzt aber keinen Blick auf Haut, Ohren und Krallen.
Nach einer Runde durch hohes Gras kontrollierst du Pfoten und Ohren auf Fremdkörper oder Zecken. Bleibt eine Stelle wund, kratzt sich der Hund häufig oder riecht ein Ohr unangenehm, lass die Ursache tierärztlich prüfen. Sein glattes Fell macht Hautveränderungen gut sichtbar, sofern du beim Streicheln gelegentlich genau hinsiehst.
Größe und Körperbau
Der Basenji ist leicht und fein gebaut, steht aber fest und muskulös auf den Beinen. Auffällig sind die kleinen, aufgerichteten Ohren, die Falten auf der Stirn und die eng über dem Rücken eingerollte Rute. Die Brust ist tief, dahinter zieht sich die Bauchlinie deutlich nach oben. Sein Schritt soll lang und flüssig sein, nicht trippelnd. Das Fell ist kurz, fein und glatt. Übliche Farben sind Rot-Weiß, Schwarz-Weiß, Dreifarbig und Gestromt-Weiß.
Der britische Standard nennt als Idealmaße etwa 43 cm und 11 kg für Rüden sowie 40 cm und 9,5 kg für Hündinnen. Die PDSA gibt 40 bis 43 cm und 9 bis 11 kg als grobe Orientierung an. Trotz des eleganten Körpers ist dies kein zerbrechlicher Zierhund: Er wurde für Bewegung und Jagdarbeit entwickelt. Die Rippen sollten sich unter dem kurzen Fell leicht fühlen lassen; beim Laufen darf der Basenji weder steif noch schwerfällig wirken.

Gesundheit
Beim Basenji ist das Fanconi-Syndrom beschrieben. Dabei können die Nieren bestimmte Stoffe nicht richtig zurückhalten, sodass unter anderem Zucker im Urin erscheint. Die PDSA nennt außerdem die Pyruvatkinase-Defizienz, die zu einer erblichen Blutarmut führen kann, sowie verrutschende Kniescheiben und progressive Netzhautatrophie. Bei dieser Augenerkrankung baut sich die Netzhaut nach und nach ab, wodurch der Hund schlechter sieht und erblinden kann. Frage beim Welpenkauf nach Erkrankungen in der Familie und lass dir vorhandene DNA-Tests und Augenuntersuchungen der Elterntiere zeigen.
Wenn dein Hund auffällig viel trinkt oder uriniert, ist eine Untersuchung von Urin und Blut sinnvoll. Unsicherheit bei Dämmerung kann auf ein Augenproblem hinweisen; wiederholtes kurzzeitiges Hochziehen eines Hinterbeins kann vom Knie kommen. Diese Zeichen haben unterschiedliche mögliche Ursachen und gehören tierärztlich abgeklärt.
Für wen passt diese Rasse?
Kann gut passen, wenn …
- Du hast Freude an einem wachen Hund und übst gern mit kurzen, lohnenden Aufgaben.
- Du kannst sicheren Freilauf organisieren und führst den Hund an Straßen und bei Wild zuverlässig an der Leine.
Kann schwieriger sein, wenn …
- Du erwartest einen garantiert stillen Hund, nur weil die Rasse als belllos beschrieben wird.
- Du möchtest überall ohne Absicherung ableinen und wenig Zeit für Bewegung aufwenden.
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Ausgewählt nach übereinstimmenden Angaben zu Größe, Aktivität, Pflege und Training.
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Quellen und Bildnachweis
- Teaching your dog to be left alone
In diesem Porträt verwendet für: Allein zu Hause bleiben
- Basenji Health
In diesem Porträt verwendet für: Gesundheit
- Basenji, Breeds A to Z
In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Gesundheit, Lebenserwartung, Für wen passt diese Rasse?
- Basenji breed standard
In diesem Porträt verwendet für: Größe / Gewicht, Wesen und Charakter, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau
- Basenji breed information
In diesem Porträt verwendet für: Größe / Gewicht, Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau, Gesundheit, Lebenserwartung, Für wen passt diese Rasse?
Porträt · Iside · fugzu · CC BY 2.0 · Bearbeitet
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