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Hütehund

Kurzhaarcollie

Der Kurzhaarcollie verbindet den schlanken Körper und die charakteristische Kopfform eines Collies mit kurzem Fell. Er ist ein britischer Hütehund, der gemeinsame Spaziergänge, freundliches Training und engen Kontakt zu seinen Menschen braucht.

Größe: GroßAktivität: ModeratFellpflege: Wöchentlich

Auf einen Blick

Größe
Groß
Schulterhöhe
51 bis 61 cm
Gewicht
18 bis 29,5 kg
Lebenserwartung
12 bis 14 Jahre
Aktivität
Moderat
Fellpflege
Wöchentlich
Training
Häufig kooperativ
Hundeerfahrung
Einstieg mit Begleitung

Sensibel und gern im Familienalltag dabei

Beim Kurzhaarcollie stehen für viele Menschen seine Aufmerksamkeit und die enge Bindung an die Familie im Vordergrund. Er bekommt mit, wenn sich zu Hause etwas verändert, und viele Hunde machen gern bei gemeinsamen Aktivitäten mit. Freundliche Ansprache und nachvollziehbare Übungen erleichtern das Lernen. Harte Korrekturen können einen empfindlichen Hund verunsichern.

Manche Collies melden Besucher oder Geräusche deutlich hörbar. Schon früh sollte geübt werden, dass nach einem Signal auch wieder Ruhe möglich ist. Hilfreich kann ein Platz sein, von dem aus der Hund nicht ständig den Hauseingang beobachten muss. Wenn er bei Besuch Abstand sucht, sollte das respektiert werden.

Ein Kurzhaarcollie kann gut zu einer Familie passen, wenn die Kinder den Umgang mit Hunden lernen und Erwachsene die gemeinsamen Situationen begleiten. Auch ein freundlicher Hund braucht Schlaf und einen Rückzugsort. Katzen und andere Hunde sollten schrittweise kennengelernt werden. Auch wenn Kurzhaarcollies oft als gesellig beschrieben werden, kommt es beim Zusammenleben darauf an, wie die einzelnen Tiere aufeinander reagieren.

Alltag und Haltung

Der Smooth Collie Club of Great Britain, der britische Rasseclub, nennt ungefähr eine Stunde Bewegung täglich für erwachsene Kurzhaarcollies. Einige Hunde genießen auch deutlich längere Unternehmungen. Spaziergänge lassen sich mit kleinen Suchspielen oder Übungen verbinden, etwa einem Rückruf auf einem ruhigen Weg. Ein Collie muss keine Schafe hüten, um Spaß am gemeinsamen Lernen zu haben.

Hundesport kann ebenfalls passen. Bei Rally Obedience gehen Mensch und Hund zum Beispiel einen Parcours entlang, dessen Schilder verschiedene Übungen vorgeben. Dabei zählt die Zusammenarbeit. Für den Einstieg sind kurze, einfache Aufgaben sinnvoller als viele neue Anforderungen auf einmal.

Eine Wohnung oder ein Haus kann geeignet sein, wenn genügend gemeinsame Zeit, Bewegung und ein ruhiger Schlafplatz vorhanden sind. Ein großer Garten nimmt den Menschen diese Aufgaben nicht ab. Alleinbleiben sollte langsam geübt werden. Wer regelmäßig lange außer Haus ist, braucht eine verlässliche Betreuung und sollte beim Kennenlernen erfahren, wie gut der Hund bisher mit dem Alleinbleiben zurechtkommt.

Allein zu Hause bleiben

Alleinbleiben lernt ein Hund Schritt für Schritt. Die RSPCA empfiehlt, Hunde höchstens vier Stunden am Stück allein zu lassen. Welpen und Hunde, die beim Alleinsein unruhig werden, brauchen kürzere Abwesenheiten und behutsames Üben. Wenn du länger weg bist, organisiere eine Betreuung.

Dreifarbiger Kurzhaarcollie steht auf einer Holzfläche vor einem Wald mit Laub auf dem Boden.
Kurzhaarcollie mit schwarzem, weißem und hellbraunem Fell draußen.

Pflege im Alltag

Das Fell ist kurz, besitzt aber eine sehr dichte Unterwolle, also eine weichere Haarschicht unter dem Deckhaar. Wöchentliches Bürsten entfernt loses Haar. Während des Fellwechsels wird meist häufiger Pflege nötig. Ein Kurzhaarcollie ist deshalb keine kaum haarende Alternative zum Langhaarcollie. Sein Haarkleid wird normalerweise weder geschoren noch in Form geschnitten.

Ohren, Pfoten und Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Auch Zahnpflege gehört zum Alltag. Für einen Hund, der Berührungen vorsichtig kennenlernt und dabei belohnt wird, sind diese Handgriffe oft leichter auszuhalten. Nach schmutzigen Ausflügen genügt je nach Verschmutzung eine gezielte Reinigung, statt jedes Mal den ganzen Hund zu baden.

Kurzhaarcollie mit grau-schwarz gesprenkeltem Fell und weißem Hals steht seitlich in einem Garten.
Die grau-schwarze Fellzeichnung wird Blue Merle genannt.

Größe und Körperbau

Collies stammen aus der britischen Arbeit mit Schafen. Der Kurzhaarcollie ist kein geschorener Langhaarcollie und auch kein Border Collie. Bei der internationalen FCI, dem Dachverband vieler nationaler Hundeverbände, wird er mit einem eigenen Rassestandard geführt. Dieser beschreibt den typischen Körperbau und das Erscheinungsbild.

Der Körper ist etwas länger als hoch, der Kopf lang und keilförmig. Die Ohren werden aufmerksam halb aufgerichtet getragen, die Spitzen kippen nach vorn. Der Standard nennt für Rüden 56 bis 61 cm Schulterhöhe bei 20,5 bis 29,5 kg. Hündinnen sind 51 bis 56 cm hoch und wiegen 18 bis 25 kg. Die Schulterhöhe wird vom Boden bis zum höchsten Punkt über den Schultern gemessen.

Drei Farbmuster sind beschrieben: Sable mit Weiß verbindet goldene bis dunkelbraune Haare mit weißen Abzeichen. Tricolour kombiniert Schwarz, Weiß und Braun. Blue Merle hat eine silbergraue Grundfarbe mit schwarzen Flecken und Marmorierung. Bei der Verpaarung zweier Merle-Hunde steigt das Risiko für Seh- und Hörprobleme. Ein auffälliges Farbmuster sollte deshalb nicht ohne Blick auf die Gesundheit und die Elterntiere ausgewählt werden.

Dreifarbiger Kurzhaarcollie steht seitlich im Schnee, mit weißem Hals und dunklem Rücken.
Seitenansicht einer Kurzhaarcollie-Hündin im Schnee.

Gesundheit

Augenuntersuchungen, Hüftuntersuchungen und passende Gentests sind bei der Zuchtauswahl wichtig. Die Collie Eye Anomaly, kurz CEA, ist eine erblich bedingte Störung der Augenentwicklung. Eine weitere Erkrankung ist die progressive Retinaatrophie, kurz PRA. Sie schädigt die Netzhaut, die lichtempfindliche Schicht im hinteren Teil des Auges, und kann die Sehfähigkeit allmählich verschlechtern. Der britische Hundeverband Royal Kennel Club empfiehlt unter anderem Tests auf CEA und die Form PRA-rcd2 sowie Untersuchungen der Augen durch entsprechend qualifizierte Tierärzte.

Für den Alltag besonders nützlich ist der Befund zum MDR1-Gendefekt. Diese genetische Veränderung beeinträchtigt den Abtransport bestimmter Medikamente aus dem Gehirn. Dadurch können schwere Nebenwirkungen entstehen. Auch Hunde mit nur einer Kopie der Variante können empfindlich reagieren. Der Befund sollte vor einer Behandlung der Tierarztpraxis vorliegen, damit ein geeignetes Medikament und eine passende Dosis gewählt werden können.

Zur Beurteilung eines Welpen gehören die einzelnen Befunde beider Eltern, nicht nur die Aussage, sie seien getestet. Ein unauffälliges Ergebnis für eine untersuchte Variante deckt nicht alle möglichen Krankheiten ab. Wiederkehrende Lahmheit, schmerzhafte Augen oder eine nachlassende Sehfähigkeit sollten deshalb auch bei einem Hund mit guten Zuchtbefunden untersucht werden.

Für wen passt diese Rasse?

Kann gut passen, wenn …

  • Du suchst einen aufmerksamen Begleiter für Spaziergänge und freundliches Training.
  • Du kannst tägliche Gesellschaft und ausreichend Ruhe ermöglichen.
  • Du möchtest ein kurzes Fell und bist trotzdem auf regelmäßige Pflege und Haaren eingestellt.

Darauf solltest du achten

  • Der Hund müsste häufig lange allein bleiben.
  • Du möchtest einen Hund, der Geräusche und Besucher möglichst nie meldet.
  • Du erwartest, dass kurzes Fell keine Pflege braucht und kaum Haare verliert.

Ähnliche Bedürfnisse, andere Hunde.

Ausgewählt nach übereinstimmenden Angaben zu Größe, Aktivität, Pflege und Training.

Begleit- und Wachhund

Broholmer

Groß

Ein Broholmer wirkt schon durch seine Größe beeindruckend. Der dänische Begleit- und Wachhund gehört gern zum Familienleben und braucht Menschen, die seine Kraft im Alltag sicher führen können. Gemeinsame Spaziergänge, ruhige Gewöhnung an Besucher und ein gut erreichbarer Liegeplatz sind dabei wichtiger als ein möglichst großes Wachrevier.

Wasser- und Apportierhund

Chesapeake Bay Retriever

Großüber 10 Jahre

Ein kräftiger, wasserfreudiger Retriever mit öligem, wetterfestem Fell. Der Chesapeake sucht gern, bringt Gegenstände aus dem Wasser und bindet sich eng an seine Menschen. Fremden gegenüber kann er zurückhaltender sein als andere Retriever.

Apportierhund

Flat-Coated Retriever

Großunter 10 Jahre

Der Flat-Coated Retriever sucht und apportiert gern. Ein junger Hund begrüßt Menschen oft stürmisch. Lange Wege, Suchspiele und ein geübtes ruhiges Begrüßen gehören zu seinem Alltag.

Quellen und Bildnachweis

  1. Teaching your dog to be left alone

    In diesem Porträt verwendet für: Allein zu Hause bleiben

  2. AKC Rally

    In diesem Porträt verwendet für: Alltag und Haltung

  3. Disorders of the Retina, Choroid, and Optic Disk (Ocular Fundus) in Dogs

    In diesem Porträt verwendet für: Gesundheit

  4. All About the Smooth Collie

    In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Pflege im Alltag, Lebenserwartung, Für wen passt diese Rasse?

  5. Collie (Smooth)

    In diesem Porträt verwendet für: Alltag und Haltung, Größe und Körperbau, Gesundheit, Für wen passt diese Rasse?

  6. FCI Standard No. 296: Collie (Smooth)

    In diesem Porträt verwendet für: Größe / Gewicht, Wesen und Charakter, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau, Für wen passt diese Rasse?

  7. Multidrug Sensitivity (MDR1)

    In diesem Porträt verwendet für: Gesundheit

Bildnachweise

Porträt · File:Owczarek szkocki krótkowłosy 01.jpg · Jacek Proszyk · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Seitenansicht · File:Sileäkarvainen collie 1.jpg · IA · CC0

Fellzeichnung · File:20080200-Hundchen 089.jpg · HoWa · CC BY-SA 2.0 de · Bearbeitet

Im Alltag · File:Kurzhaarcollie Ab-angelo-comitante-arak.JPG · Costa Ulma · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet