Terrier
Drahthaar-Foxterrier
Mit seinem rauen Fell, dem Bart und dem aufmerksamen Blick ist der Drahthaar-Foxterrier unverwechselbar. Hinter dem gepflegten Äußeren steckt ein britischer Jagdterrier. Er passt zu Menschen, die gerne mit einem aktiven Hund unterwegs sind und neben dem Training auch die aufwendigere Fellpflege einplanen.
Auf einen Blick
- Größe
- Klein
- Lebenserwartung
- über 12 Jahre
- Aktivität
- Hoch
- Fellpflege
- Besondere Fellpflege
- Training
- Geduld & klare Anleitung
- Hundeerfahrung
- Einstieg mit Begleitung
Neugierig, selbstständig und gerne unterwegs
Drahthaar-Foxterrier stammen aus einer Jagdhundtradition, in der schnelles Reagieren und eigenständiges Arbeiten gefragt waren. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) ist der internationale Dachverband der Hundezucht. Ihr Standard beschreibt einen lebhaften und furchtlosen Terrier. Im Alltag kann ein solcher Hund von einem Rascheln im Gebüsch schnell stärker angesprochen werden als von einem gerade geübten Signal. Wie ausgeprägt das Jagdinteresse ist, zeigt sich am einzelnen Tier.
Freilauf sollte deshalb erst dort stattfinden, wo der Hund sicher zurückkommt und die Umgebung dazu passt. Ein gut gesichertes Gelände bietet während des Trainings eine Alternative. Zu Hause sollten Kaninchen, Meerschweinchen und andere kleine Heimtiere vor direkten Begegnungen geschützt bleiben. Eine freundliche Begrüßung von Menschen sagt nichts darüber aus, ob ein Terrier bei einer laufenden Katze ruhig bleibt.
Auch bei Begegnungen mit anderen Hunden zählt das beobachtete Verhalten. Gemeinsame Spaziergänge mit ausreichend Abstand können einen ruhigeren Anfang ermöglichen als ein enges Zusammentreffen an der Haustür. Kinder sollten den Terrier beim Schlafen und Fressen nicht stören. Erwachsene sollten gemeinsame Spiele begleiten.

Alltag und Haltung
Ein abwechslungsreicher Spaziergang kann Bewegung, Schnüffeln und kurze Übungen verbinden. Statt ständig neue Aufgaben anzubieten, lohnt es sich, die wenigen Signale zu üben, die im Alltag wirklich helfen: Zurückkommen, an lockerer Leine mitgehen und sich von einem interessanten Gegenstand abwenden. Die Belohnung sollte dem Hund etwas bedeuten, etwa ein Futterstück oder ein kurzes gemeinsames Spiel.
Ein Suchspiel muss nicht aufwendig sein. In einem sicheren Bereich kannst du ein bekanntes Spielzeug zunächst sichtbar ablegen und den Terrier danach suchen lassen. Erst wenn er die Aufgabe versteht, lässt sich das Spielzeug etwas weiter entfernt oder teilweise verdeckt platzieren. Das gesuchte Spielzeug sollte für den Hund erreichbar bleiben.
Der britische Hundezuchtverband Royal Kennel Club nennt bis zu eine Stunde Bewegung täglich als allgemeine Orientierung. Entscheidend für den eigenen Tagesablauf sind aber auch Erholungszeiten, Betreuung und die Bedürfnisse des konkreten Hundes. Bei einem Welpen oder einem Hund mit Gelenkbeschwerden sollte die Belastung entsprechend angepasst werden. Ein freier Nachmittag gleicht nicht automatisch mehrere Tage mit zu wenig gemeinsamen Unternehmungen aus.
Allein zu Hause bleiben
Alleinbleiben lernt ein Hund Schritt für Schritt. Die RSPCA empfiehlt, Hunde höchstens vier Stunden am Stück allein zu lassen. Welpen und Hunde, die beim Alleinsein unruhig werden, brauchen kürzere Abwesenheiten und behutsames Üben. Wenn du länger weg bist, organisiere eine Betreuung.
Hundetraining im Alltag: Rückruf, lockere Leine und verständliche Signale ↗

Pflege im Alltag
Das drahtige Deckhaar ist fest. Darunter liegt eine kürzere, weichere Haarschicht, die Unterwolle. Der Bart und das längere Haar an den Beinen können Schmutz aufnehmen und verknoten. Bürsten und anschließendes vorsichtiges Durchkämmen helfen, lose Haare und kleine Knoten früh zu finden. Der Royal Kennel Club ordnet die Pflege häufiger als einmal pro Woche ein.
Zur typischen Pflege gehört das Handtrimmen. Dabei werden abgestorbene, locker sitzende Deckhaare herausgezupft. Fest sitzende Haare sollten dabei nicht gewaltsam herausgezogen werden. Eine Fachperson mit Erfahrung bei Drahthaarterriern sollte zeigen, wann und wie sich das Fell dieses Hundes angenehm trimmen lässt. Der britische Rasseverein bietet dazu praktische Seminare an.
Scheren kürzt das Haar, entfernt es aber nicht auf dieselbe Weise wie Handtrimmen. Welche Pflege sinnvoll ist, sollte sich nach Fell, Hautzustand, Alter und Wohlbefinden des Hundes richten. Kurze, ruhige Pflegerunden mit Pausen erleichtern die Gewöhnung. Wer die Fellpflege einem Hundefriseur überlassen möchte, sollte die regelmäßigen Termine und ihre Kosten schon vor der Anschaffung einplanen.

Größe und Körperbau
Die Geschichte des Drahthaar-Foxterriers ist eng mit der des Glatthaar-Foxterriers verbunden. Früher traten die unterschiedlichen Felltypen auch gemeinsam in Ausstellungsklassen an. In den 1870er-Jahren entstanden getrennte Klassen für Drahthaarige, später wurden die Typen zunehmend getrennt gezüchtet. Heute erkennt die FCI den Drahthaar-Foxterrier unter der Standardnummer 169 als eigene Rasse an.
Das Fell soll überwiegend weiß sein und kann schwarze oder lohfarbene, also warm braune, Abzeichen zeigen. Der Standard nennt für Rüden eine Schulterhöhe von höchstens 39 cm und für Hündinnen etwas weniger. Ein Rüde in Ausstellungskondition soll idealerweise 8,25 kg wiegen, eine Hündin etwas weniger. Die Idealangabe ist kein Gewichtsziel, das jeder Hund erreichen muss.
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Gesundheit
Eine tierärztliche Augenuntersuchung auf krankhafte Veränderungen gehört zu den aktuellen Gesundheitsempfehlungen des Royal Kennel Club. Die beim American Kennel Club veröffentlichten Empfehlungen des amerikanischen Rassevereins umfassen außerdem eine Untersuchung der Kniescheiben und des Herzens. Vor dem Kauf sollten die tatsächlichen Befunde der Elterntiere vorliegen, nicht nur die Aussage, sie seien gesund. Unterschiedliche Vereinsprogramme können unterschiedliche Schwerpunkte haben.
Die Kniescheibenuntersuchung prüft unter anderem auf Patellaluxation. Dabei verlässt die Kniescheibe ihre normale Führung im Knie. Wiederholtes Hüpfen auf drei Beinen oder Lahmen sollte tierärztlich abgeklärt werden. Auch wenn der Hund die Pfote anschließend wieder aufsetzt, kann eine Untersuchung nötig sein.
Zum Alltag gehören außerdem Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen von Haut und Pfoten. Beim Kämmen kannst du etwa auf wunde Stellen unter dem Bart achten. Schmerzen oder Hautveränderungen sollten tierärztlich abgeklärt werden. Der Royal Kennel Club nennt über 12 Jahre als allgemeine Lebensspanne. Verlässliche Betreuung und die regelmäßigen Pflegekosten sollten deshalb langfristig eingeplant werden.
Für wen passt diese Rasse?
Kann gut passen, wenn …
- Du möchtest gemeinsame Spaziergänge und Training fest in deinen Alltag einbauen.
- Du bist bereit, die besondere Pflege des drahtigen Fells zu lernen oder fachkundig machen zu lassen.
- Du kannst Jagdinteresse berücksichtigen und bei Bedarf auch dauerhaft sichere Begrenzungen schaffen.
Darauf solltest du achten
- Neben aktiven Spaziergängen und Training solltest du regelmäßig Zeit für die Pflege von Bart und drahtigem Fell einplanen.
- Handtrimmen sollte fachkundig und dem Zustand des Hundes angepasst erfolgen.
- Ein Haushalt mit Kleintieren braucht sichere Trennung und eine sorgfältige Einschätzung des Hundes.
Ähnliche Bedürfnisse, andere Hunde.
Ausgewählt nach übereinstimmenden Angaben zu Größe, Aktivität, Pflege und Training.
Terrier
Bedlington Terrier
Mit seiner gebogenen Rückenlinie und dem weichen, lockigen Fell hat der Bedlington Terrier eine unverwechselbare Gestalt. Hinter dem sanften Aussehen steckt ein beweglicher Terrier mit Jagdgeschichte. Er kann ein aufmerksamer Begleiter sein, wenn Spaziergänge, freundliches Training und sorgfältige Fellpflege fest zum Alltag gehören.
Terrier
Lakeland Terrier
Der Lakeland Terrier ist klein, kräftig und gern unterwegs. Er stammt aus dem englischen Lake District, wo bewegliche Terrier in felsigem Gelände arbeiteten. Heute kann er zu Menschen passen, die Freude an gemeinsamen Entdeckungstouren haben, Jagdsituationen vorausschauend absichern und die Pflege seines drahtigen Fells einplanen.
Kleiner australischer Rauhaarterrier
Australian Terrier
Der Australian Terrier ist klein, wachsam und gern unterwegs. Sein raues Fell und die auffällige Halskrause erinnern an einen Arbeitshund, der auch schlechtes Wetter aushält. Zu Hause sucht er Nähe, draußen können Gerüche und kleine Tiere seine ganze Aufmerksamkeit bekommen.
Quellen und Bildnachweis
- Teaching your dog to be left alone
In diesem Porträt verwendet für: Allein zu Hause bleiben
- Patellar Luxations
In diesem Porträt verwendet für: Gesundheit
- Terrier Group Health Testing Requirements
In diesem Porträt verwendet für: Gesundheit
- Wired-Coat Care: Stripping
In diesem Porträt verwendet für: Pflege im Alltag
- Position Statements and Humane Dog Training
In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung
- Training Your Dog to Be Left Alone
In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Für wen passt diese Rasse?
- Understanding Your Dog’s Behaviour
In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Pflege im Alltag
- Children and Dogs
In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Für wen passt diese Rasse?
- Caring for Your Dog’s Teeth
In diesem Porträt verwendet für: Pflege im Alltag
- Train Your Dog to Come When Called
In diesem Porträt verwendet für: Alltag und Haltung
- Grooming Seminars
In diesem Porträt verwendet für: Pflege im Alltag
- Wire Fox Terrier
In diesem Porträt verwendet für: Wesen und Charakter, Alltag und Haltung, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau, Gesundheit, Lebenserwartung, Für wen passt diese Rasse?
- FCI Standard No. 169: Wire Fox Terrier
In diesem Porträt verwendet für: Größe / Gewicht, Wesen und Charakter, Pflege im Alltag, Größe und Körperbau, Für wen passt diese Rasse?
Bildnachweise
Porträt · 01 Wire Fox terrier.jpg · State Farm · CC BY 2.0 · Bearbeitet
Im Alltag · Wire haired Fox Terrier Female Dog.jpg · Aplucas0703 · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet
Welpe · 4 months old Wire Fox Terrier puppy.jpg · Larismarcu · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet
Seitenansicht · Wire Fox Terrier.jpg · ATLAS IMPACT · CC BY 3.0 · Bearbeitet



