Eine Rasse und ein besonderer Lebensraum
Die Rasse ist mit dem New Forest in England verbunden. Der zuständige britische Zuchtverband, die New Forest Pony Breeding and Cattle Society, führt das Zuchtbuch. Darin werden Abstammung und Zuchtstatus dokumentiert. Neben den Hauptabteilungen gibt es eigene Eintragungen für Ponys, die bestimmte Zuchtanforderungen nicht erfüllen, und für Kreuzungen mit nachgewiesener New Forest Abstammung.
Für Käufer sollte deshalb klar sein, welche Eintragung das angebotene Pony tatsächlich hat. Ein Foto aus dem Wald oder die Bezeichnung im Verkaufstext ersetzt den Blick in seine Papiere nicht. Der Zuchtstatus sagt wiederum wenig darüber aus, wie weit das Pony ausgebildet ist. Für einen Freizeitpartner sollten seine Gesundheit, Erfahrung und sein Verhalten im Alltag gemeinsam beurteilt werden.
Größe, Körperbau und passende Ausrüstung
Die Standardgröße wird am Widerrist gemessen, der erhöhten Stelle zwischen Hals und Rücken. Sie darf im britischen Standard 148 cm nicht überschreiten. Eine untere Grenze ist dort nicht festgelegt. Erwünscht sind ein kräftiger, gut proportionierter Körper und freie, gerade Bewegungen. Zum Erscheinungsbild gehören unterschiedliche Fellfarben, beispielsweise braun, schwarz oder fuchsfarben.
Bei einer Besichtigung sollte das Pony auch in Bewegung zu sehen sein. Wie gleichmäßig läuft es, und wie sicher bewältigt es die Aufgaben, die später zu seinem Alltag gehören sollen? Für die Eignung als Reitpony sollten Körperbau, Fitness, Reiter und Sattel gemeinsam geprüft werden. Ein großes Pony braucht ebenso einen individuell passenden Sattel wie ein kleineres.
Abwechslung mit verständlichen Aufgaben
Ein sinnvoller Einstieg verbindet einfache Übungen auf dem Reitplatz mit ruhigen Erfahrungen außerhalb des Stalls. Beim Reiten können zunächst Anhalten, Angehen und weite Wendungen geübt werden. Das Pony sollte dabei klare, gleichbleibende Signale erhalten. Eine passende Belohnung direkt nach einer gelungenen Reaktion hilft ihm zu verstehen, welches Verhalten erwünscht war.
Auch ein Ausritt sollte schrittweise vorbereitet werden. Eine vertraute Begleitung und eine überschaubare Strecke können anfangs sinnvoll sein. Wer später springen oder anspruchsvollere Dressurübungen reiten möchte, sollte Kondition und Ausbildung langsam aufbauen. Dressur bezeichnet Übungen, die unter anderem Balance, Beweglichkeit und das Reagieren auf Reitersignale verbessern sollen. Ein junges Pony braucht dafür erfahrene Unterstützung und genügend Erholung.
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Bewegung und Gesellschaft im Stallalltag
Der Haltungsplatz sollte täglichen Auslauf, Kontakt zu verträglichen Pferden und einen trockenen Ruhebereich bieten. Bei Gruppenhaltung sollten alle Tiere an Futter und Wasser gelangen können. Engstellen am Tor oder nur ein Futterplatz können den Alltag für ein Pony erschweren, das von anderen verdrängt wird.
Vor einem Stallwechsel sollte besprochen werden, wie neue Pferde aufgenommen werden und wer die Versorgung bei Krankheit oder Urlaub übernimmt. Besonders praktisch ist eine klare Absprache darüber, wer morgens und abends nach dem Pony sieht, die Hufe kontrolliert und Veränderungen meldet. Auch in Wochen ohne Reittraining braucht es regelmäßige Bewegung und verlässliche Betreuung.
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Futter nach Bedarf statt nach Etikett
Heu und geeignetes Weidegras sollten die Grundlage der Fütterung bilden. Dieses faserreiche Futter beschäftigt das Pony mit Kauen und unterstützt seine Verdauung. Frisches Wasser sollte jederzeit erreichbar sein. Zusätzliches energiereiches Futter sollte sich nach tatsächlicher Arbeit, Körperzustand und einer fachlich abgestimmten Ration richten.
Ein Pony mit wenig Arbeit kann auf gehaltvoller Weide mehr Energie aufnehmen, als es benötigt. Der Körperzustand sollte deshalb regelmäßig durch Anschauen und Abtasten beurteilt werden. Dabei lässt sich zum Beispiel prüfen, wie gut die Rippen fühlbar sind und ob sich Fett am Hals ansammelt. Nimmt das Pony zu, sollte eine angepasste Fütterung genügend Kauzeit erhalten. Langes Fasten ist keine geeignete Lösung.
PSSM1 verstehen und Befunde richtig zuordnen
PSSM1 ist eine erblich bedingte Muskelerkrankung, bei der die Speicherung von Zucker in den Muskelzellen gestört ist. Sie kann Schmerzen, Schwäche oder Bewegungsunlust verursachen. Eine Kopie der bekannten Genvariante, einer vererbbaren Veränderung im Erbgut, kann bereits zu Beschwerden führen. Ihre Ausprägung ist jedoch unterschiedlich. Bei einem positiven Befund sollte die Tierarztpraxis Fütterung und Bewegung individuell begleiten.
Der britische Verband korrigierte 2026 einen früheren negativen Test des Hengstes Woodfidley Top Gun. Bei Ponys mit diesem Hengst in der Abstammung können Annahmen, sie seien aufgrund ihrer Eltern frei von der Variante, dadurch überholt sein. Vor Kauf oder Zucht sollte geklärt werden, ob das Pony selbst getestet wurde und was der Befund für seine Gesundheit und die weitere Planung bedeutet. Der Verband betont, dass sein freiwilliges Testangebot für bestimmte Nachkommen deren Registrierung und Zuchtstatus nicht automatisch verändert.
Zur laufenden Vorsorge gehören Hufpflege, Zahnkontrollen und ein mit der Tierarztpraxis abgestimmter Gesundheitsplan. Wenn ein Pony plötzlich steif läuft, Schmerzen zeigt oder nicht normal fressen möchte, sollte die Ursache zeitnah fachlich geklärt werden. Solche Veränderungen lassen sich nicht allein aus der Rasse oder einem Gentest erklären.
Häufige Fragen
Ist ein New Forest Pony für Anfänger geeignet?
Ein bereits gut ausgebildetes, zum Reiter passendes Pony kann infrage kommen. Für den Einstieg sollte eine erfahrene Lehrperson bei Auswahl und weiterem Training unterstützen. Ein junges, kaum ausgebildetes Pony stellt andere Anforderungen.
Braucht jedes New Forest Pony einen PSSM1-Test?
Das sollte anhand von Abstammung, bestehenden Befunden und dem geplanten Einsatz mit der Tierarztpraxis geklärt werden. Die Mitteilung von 2026 betrifft besonders Nachkommen eines konkret benannten Hengstes. Sie ist keine allgemeine Aussage, dass jedes Pony der Rasse betroffen ist.
Ein genauerer Blick
Quellen und Bildnachweis
- Guide to buying a horse: questions to ask and moreBritish Horse SocietyEine Rasse und ein besonderer Lebensraum · Größe, Körperbau und passende Ausrüstung · Abwechslung mit verständlichen Aufgaben
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- Feeding horsesBritish Horse SocietyFutter nach Bedarf statt nach Etikett
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- Where to keep your horseBritish Horse SocietyBewegung und Gesellschaft im Stallalltag
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- Training: how do horses learn?World Horse WelfareAbwechslung mit verständlichen Aufgaben
- Breeding programme, compilation updated September 2026New Forest Pony Breeding and Cattle SocietyEine Rasse und ein besonderer Lebensraum · Größe, Körperbau und passende Ausrüstung
- NFPBaCS 2026 PSSM1 updateNew Forest Pony Breeding and Cattle SocietyPSSM1 verstehen und Befunde richtig zuordnen
- Polysaccharide Storage Myopathy (PSSM1)UC Davis Veterinary Genetics LaboratoryPSSM1 verstehen und Befunde richtig zuordnen
Bildnachweise
Foto: New-forest Rockenrol Gevaudan.jpg · Eponimm · CC BY-SA 3.0. Bildformat angepasst.
Foto: New-forest tete01.jpg · Eponimm · CC BY-SA 3.0. Bildformat angepasst.
Foto: New Forest Pony (11251308813).jpg · grassrootsgroundswell · CC BY 2.0. Bildformat angepasst.
Foto: Buckskin New Forest pony.JPG · Paula Jantunen · Public domain. Bildformat angepasst.






